20120309

PROVIDURIUM – Bewegungs- & Tanzwerkstatt

Nominiert für den Thüringer Theaterpreis 2012 (link)

 INPUT

Bereits im Spätsommer 
2011 wurden wir vom stellwerk – Theater im Kulturbahnhof Weimar – dazu eingeladen ihre Inszenierung zur Spielzeit 2011/2012 zu erarbeiten. Wir haben dankend angenommen und ein Team aufgestellt das aus dem vollständigen iOver-Team schöpfte und darüber hinaus ging. Unter dem Motto: Wir sehen was, was du nicht siehst! hat das stellwerk sich in all seinen Inszenierungen und Kursen auf einen Weg der Auseinandersetzung mit verschiedenen Kunstformen begeben. Sehgewohnheiten und Erwartungshaltungen standen seit dem im Brennbunkt der theaterpädagogischen Arbeit der Stellwerker. 
An uns als Künstler und Medienarbeiter wurde der Wunsch getragen, Tanz als zeitgenössische Kunstform in unsere Arbeit zu integrieren. Es galt sich von Mustern zu lösen und den bestehenden Theaterbetrieb des stellwerks weiter auszudefinieren. Die alte Dame Schauspiel, samt all ihrer Gewohnheiten, durfte einen Augenblick lang beiseite genommen werden um Raum für Fragen zu geben. Nicht was Theater ist, sondern was es sein kann stand im Mittelpunkt. Für uns als crossmedial interessierte Bauhäusler in jedem Fall eine spannende Aufgabe und eine Chance weiter zu wachsen.

 OUTPUT

Nach einer offenen
Ausschreibung zur Teilnahme an dem Inszenierungsvorhaben haben wir im November/Dezember'11 eine erste Phase zur Materialentwicklung und Ensemblebildung eingelegt. Mit Beginn des Jahres 2012 ging es dann in die Inszenierungsarbeit. Von der ersten Notiz an wurden wir dabei von Mandy Unger als Choreografin bereichert. 
Die Premiere folgte am 3. März, im stellwerk.

PLAKAT:

STÜCKBESCHREIBUNG:

Das Providurium – die verstetigte Baustelle – ist ein Zustand der uns in vielfältiger Form umgibt, so wie das Wort Baustelle zur Metapher für alles das dienen kann: was uns in Bewegung hält. Alles das an dem wir arbeiten und das wir, in seiner Herausforderung, zu lösen noch nicht imstande sind. Diesen Bewegungen haben sieben Akteure aus Erfurt, Weimar und Jena ihre Aufmerksamkeit gewidmet und haben sie zunächst als stille Beobachter begleitet und protokolliert. Aus den scheinbar banalen Choreografien des Alltags ist ein Stück entstanden das zwischen Bewegungs- und Tanztheater korrespondiert. Ob durch haptische Materialien, Sprache, Klang oder den Körper, es wurden Orte erkundet, analysiert und interpretiert. Das Fertige stand auf dem Prüfstand. Die Baustelle, ob im konkreten oder im übertragenden Sinne, wurde zur Denkfigur einer Gegenwart, wie sie auf den Straßen und in den öffentlichen Räumen Mittelthüringens zu finden ist.


Begleitet werden die Performer von einem drei-köpfigen Team aus Sprach- und Soundarrangeuren. Den Raum um sie bildet eine Bühneninstallation welche aus den Bewegungen selbst eine Klanglandschaft entwickelt und uns so durch verschiedene (Klang-) Räume führt.


TEASER: 

TEAM:
Performer:
Anja Amling, Anna Etienne, Dorthee Krautwurst, Franziska Burkhardt, Nannette Schröter, Paris Legakis, Valentin Schmehl
Sprecher:
Martin Werner, Franziska Burkhardt

Regie, Szenografie & Textarrangements: Lucian Patermann 
Choreografie: Mandy Unger

Live-Soundarrangement: Philipp Wartenberg, Ives Schachtschabel Theaterpädagogische Begleitung: Steffi Heiner Kostümbild: Andrea Wöllner Bühnenbildassistenz: Maxie Götze Grafik: Frank Martin Dietrich Videodokumentation: Simon Müller


Herzlicher Dank geht an die Mitarbeiter der Bauhaus-Universität: Prof. N. W. Hinterberger, N. T. Salmon und R. Raisner

PRESSE: